Geschichte
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Hier möchten wir Sie über die Geschichte und den Wiederaufbau der St. Dionysius-Kirche in Salomonsborn informieren. Der Förderverein St. Dionysius-Kirche Salomonsborn e.V. entstand 1997 aus privater Initiative, um dieses kulturhistorische und denkmalgeschützte Bauwerk wieder aufzubauen und zu erhalten.Die Sanierung und Restaurierung der Dorfkirche St. Dionysius zu Salomonsborn wird seit Beginn der Arbeiten 2008 vom Bauausschuss des Gemeindekirchenrates des Kirchspiels Marbach-Salomonsborn begleitet und seit 2011 eigenverantwortlich geleitet. Der Förderverein St. Dionysius-Kirche Salomonsborn e.V. unterstützt alle Maßnahmen.
Die bauseitliche Verantwortung lag bis 2017 in den Händen des damaligenVorsitzenden des Bauausschusses, dem Bauingenieur Friedemann Boelicke.
Bis März 2012 wurde der Förderverein von Herrn Dr. Eckart Gerstner geleitet. Von April 2012 bis 31.8.2018 bekleidete Herr Dr. Klaus Töpfer den Vorsitz ehrenamtlich. Ab 1.9.2018 ist Herr Dr. Eckart Gerstner neuer Vorsitzender des Fördervereins.
1738 erbaut, steht die evangelische St. Dionysius-Kirche in Salomonsborn als ein geschlossenes barockes Bauwerk unter Denkmalschutz.
Dank des Mutes, des festen Willens und des Einsatzes aller am Erhalt der Kirche Beteiligten, konnte bereits Großes erreicht werden.
Überzeugen Sie sich selbst.
Auch nach Frankreich sind Spuren denkbar. Nach der Schlacht bei Jena und Auerstedt (1806) wird vermutet, dass eine große Anzahl französischer Soldaten in Salomonsborn einquartiert gewesen sein soll. Belegt ist ein Militärlager mit vielen Franzosen im Bereich Marbach, Tiefthal und Gispersleben.
Aus Aufzeichnungen ist bekannt, dass der Turmknauf und die Wetterfahne durch Beschuss beschädigt wurden.
Ob die Beschädigungen des Sandsteins der Seitentür durch das Schärfen der Seitengewehre bzw. durch das Herausschlagen von Wetzsteinbrocken herrührten, wie oft vom Steinmetzhandwerk angeführt, muß weiter untersucht werden.
Auch die Kanzeltür, nachträglich eingebaut und im Empirestil gehalten, wirft Fragen auf. War sie nur dem Zeitgeist geschuldet ?
Die in Weiß- Blau gehaltene Farbgestaltung sowie die Besichtigung der Kirche durch eine französische Busgesellschaft um 1988 lassen Vermutungen zu, dass es Einflüsse aus Frankreich gegeben haben kann.
Das Geläut ist komplett.
Im Kriegsjahr 1942 mussten zwei der drei Glocken zum Einschmelzen nach Hamburg geschickt werden. 1948 wurde dort unter Trümmerschutt eine Glocke mit der Aufschrift "Gottes Segen ueber Salomonsborn" gefunden. Diese Glocke, Schilling- Glocke genannt, wurdeam 12.07.1950 wieder auf den Turm gezogen und erhebt seither ihre Stimme.
Die Kucher-Glocke aus dem Jahre 1575 hatte einen Riß und wurde 2016 geschweißt. Am 8.6.2016 wurde die reparierte Kucher-Glocke wieder feierlich in den Glockenstuhl zurückgebracht.
Als Ersatz für die eingeschmolzene dritte Glocke wurde eine neue Glocke, die "Bachert- Glocke", am 25.5.2017 in einem Schauguss im Rahmen des Erfurter Kirchentages auf dem Erfurter Domplatz gegossen. Das komplette Geläut erklingt in den Tonlagen as' - des'' - es''.
Hesse Orgel
Die St. Dionysius- Kirche zu Salomonsborn verfügt über eine Hesse- Orgel. 1764 eingebaut, stammt sie aus den Händen des Firmengründers Johann Michael Hesse (1734-1810). Mithin stellt sie das Erstlingswerk der Orgelbauerdynastie aus Dachwig dar. Er baute 12 Instrumente, von denen nur noch sechs existieren.
Die Orgel wurde 1995 ausgebaut und eingelagert.
Der Förderverein bemüht sich nach Kräften, die Restaurierung der kulturhistorisch wertvollen Hesse-Orgel voranzubringen.
Altartisch
Nach Einschätzung eines Experten stammt der Altartisch aus dem 15. Jahrhundert. also aus der katholischen Vorgängerkirche.
verfasst vom damaligen Vorsitzenden Dr. Klaus Töpfer und
vom Schriftführer Helmut Hartmann
geschichtliche Besonderheiten von St.Dionysius
Die heutige Kirche stellt einen Neubau gegenüber ihrer 1664 stark beschädigten Vorgängerkirche dar. Im Jahre 1722 wurde die Vorgängerkirche bei einem Brand mit anderen Gebäuden des Dorfes zerstört. Die Grundsteinlegung der jetzigen Kirche wird auf 1738 datiert und die Kirchweih erfolgte im Jahre 1740.
Ausgerüstet mit einem vom Rat der Stadt Erfurt unterzeichneten Bittbrief (Sammelurkunde) zogen die Herren J.J. Auer und A. Herda durch die Lande, um Geld für den Kirchbau zu sammeln.
Die eigenen Landesgrenzen wurden dabei überschritten, Spuren führen auch nach Dänemark und Schweden.
Im Sammelbuch (1738- 1741) der beiden Herren ist die Summe von 1041 Kupfermünzen aus Stockholm dokumentiert. Sie stammt vom Magistrat der Stadt (450), den Gemeinden (441) sowie der Bank der schwedischen Reichsstände (150).
Die Motive für solche Spendenaktivitäten sollten noch erforscht werden.